Feuerwehrjugend

    Von Samstag 27.08. bis Sonntag 28.08. fand wieder unser beliebter 24 Stundendienst der Feuerwehrjugend am Neuhauser Teich statt.

    Beim Eintreffen um 8 Uhr wurden zuerst die Zelte aufgebaut und häuslich eingerichtet.

    Gerade mit allem fertig geworden, erklang um 9 Uhr plötzlich die Sirene.

    Das Übungszenario: eine Person war die Treppen hinabgestürzt, nicht ansprechbar und verletzt. Schnell eilten die Jungfeuerwehrleute zur Unfallstelle, sicherten diese professionell ab, retteten die verletzte Person mittels Rettungstrage und übergaben sie der Rettung.

    Nach etwas Entspannung dann um 11 Uhr: wieder Alarm!! Eine Person war unter einem Anhänger eingeklemmt und musste mittels Hebekissen gerettet werden. Außerdem waren die Erste Hilfe Kenntnisse unserer Jugend gefragt. Auch diesen Einsatz hat der Nachwuchs sehr gut abgearbeitet. Zur Belohnung durften sie sich im Teich unseres Kommandant Stv. BI Herbert Mader abkühlen.

    Nun freuten sich alle auf ein gutes, gemeinsames Mittagessen und konnten sich anschließend mit Spielen die Zeit vertreiben.

    14.30 Uhr: die Sirene riss alle aus der Freizeitgestaltung und es ging wieder los!

    Ein Fahrzeug war ohne erkennbaren Grund einfach stehengeblieben, der Fahrer wurde ohnmächtig darin gefunden. Es folgte die Erstversorgung im Fahrzeug, danach wurde der Fahrer aus dem Auto gerettet und weiter versorgt. Dieser gab an, schon länger nichts gegessen und getrunken zu haben, was wohl die Ursache der Ohnmacht war. So nahm ihn die besorgte Feuerwehrjugend einfach mit und versorgte ihn mit Melone und Saft.

    Auch die Jugend hatte nach diesem Einsatz wieder Hunger. Also wurden die Leckereien, die bei keinem 24 Stundendienst fehlen durften, verspeist und auch wieder fröhlich gespielt und gescherzt.

    Aber die trügerische Ruhe hielt nicht lange an, denn um 15.30 Uhr wurde wieder zum Einsatz gerufen!

    Einsatzannahme: Brand einer Hundehütte in der Nähe des trockenen Waldes! Zum Glück war die Hütte „unbewohnt“, somit löschte die Jugend mittels Feuerlöscher den Brand und schützte den Wald mittels HD-Schnellangriff. Natürlich wurde vorher die Einsatzstelle gut abgesichert.

    Dann wurde beim Teich ausgelassen mit der Kübelspritze und kübelweise Wasser herumgespritzt, dass keiner der Jung-Kameraden trocken blieb - sehr angenehm angesichts der warmen Temperaturen. Auch eine mehr oder weniger freiwillges Bad im Teich wurde genommen.

    Nun, als schon alle glaubten, dass nach den vielen, aufregenden Einsätzen langsam Ruhe einkehren würde, war plötzlich wieder die Sirene zu hören! Um 18 Uhr wurde ein Mopedunfall mit einer verletzen Person gemeldet. Der Verunfallte wurde auf der Wiese unter seinem Moped liegend vorgefunden. Sofort wurde dieses von dem Verletzen gehoben, der zwar ansprechbar, jedoch offensichtlich panisch und desorientiert war. Plötzlich viel er in Ohnmacht, doch unsere jungen Florianis nahmen professionell den Mopedhelm ab und brachten ihn in die stabile Seitenlage. Zum Glück erwachte er wieder aus der Ohnmacht. Der verletzte Mopedfahrer erhielt eine Erstversorgung und wurde beruhigt, da er sehr aufgeregt war und sich widerspenstig seinen Rettern gegenüber verhielt. Aber auch diesen herausfordernden Einsatz absolvierte unsere Jugend bravourös.

    Nun hatten sich alle ein köstliches Abendessen vom Grill mit Steckerlbrot, Würsteln, Kotelett, Salat und Gebäck verdient.

    Wir schmausten zusammen, spielten Spiele, hörten Musik und saßen gemeinsam ums Lagerfeuer. Unser Wetterglück an diesem Tag änderte sich dann schlagartig und es blitze, donnerte und regnete unerbittlich. Aber auch von diesem Wetter ließen wir uns nicht die gute Laune vermiesen. Dem Unwetter zum Trotz wurde bis spät in die Nacht gescherzt.

    Die Jugend übernachtete wegen des schlechten Wetters nicht in den Zelten, sondern im Floriani Haus. Die Nacht war ruhig und am Morgen schien wieder die Sonne, also Zeit für einen frühen Einsatz! Um 5 Uhr machte sich die aktive Mannschaft bereit und um 5.30 Uhr weckte die Sirenen im Haus die Jugendfeuerwehr aus dem tiefen Schlaf. Das neue Einsatzszenario: eine Person war nach dem Hundespaziergang nicht mehr nach Hause zurückgekehrt.

    So wurde auf der Karte der übliche Weg der Dame ausgemacht und dieser in zwei Gruppen von beiden Seiten der Promenade zwischen Burg und Feuerwehrhaus abgesucht. In Kontakt blieben die beiden Gruppen mittels Funkgeräte. Somit konnten alle auch das Funken wieder üben. Leider hatte die Suche keinen Erfolg, also wurde diese auf den Wald bei der Waldschule und das Karnerfeld ausgeweitet. Beim Wasserreservoir endlich: die Dame (dargestellt von unserer Übungspuppe Chantal-Jaqueline) wurde gefunden. Die Kinder trugen sie auf die Lichtung und brachten die Puppe ins MTF. Trotz der frühen Stunde und der großen Müdigkeit ist auch dieser Einsatz sehr gut abgearbeitet worden.

    Zum Glück gab es nun ein gutes, reichhaltiges Frühstück beim Teich und dann mussten noch alle Zelte abgebaut und das Gelände zusammengeräumt werden. Um 10 Uhr konnten die Eltern ihre fleißigen Kinder wieder abholen und mit ihnen, den wahrscheinlich sehr ruhigen Sonntag, genießen!

    Wir danken unseren Feuerwehrjugend Mitgliedern für das große Engagement und die tolle Abarbeitung aller Einsätze, allen aktiven Kameraden für die tatkräftige Unterstützung, Simon Reiter von der FF Altenmarkt für die große Hilfe an beiden Tagen (er war Mitglied der FJ Neuhaus und wir freuen uns immer über seinen Besuch) und vor allem unserer Jugendbetreuerin Andrea Satter die immer diese 24 Stunden organisiert, einkauft, alles im Blick und unter Kontrolle hat und dann auch noch mit den Kids im Flohaus übernachtet!

    Der 24 Stundendienst der Feuerwehrjugend waren wieder einmal für alle ein tolles Erlebnis und wir freuen uns heute schon auf nächstes Jahr!

    Bilder: SB Petra Zakovsky, FM Mellissa Hellmig, BM Brigitte Fischer

    Text: BM Brigitte Fischer

     

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